Parodontal­chirurgie

Präzise operative Eingriffe für den Zahnerhalt

Die Parodontal­chirurgie widmet sich als Teil­be­reich der Oral­chirurgie der gezielten Behandlung des Zahn­hal­te­ap­pa­rats. Wenn konser­va­tive Maßnahmen bei Parodon­titis nicht ausrei­chen oder struk­tu­relle Defekte an Zahn­fleisch und Knochen bestehen, ermög­li­chen chirurgische Verfahren in unserer Praxis in Berlin-Friedenau eine nach­hal­tige Stabi­li­sie­rung – mit dem Ziel, das Gewebe lang­fristig gesund zu halten. Alle Eingriffe erfolgen in Lokal­an­äs­thesie. Auf Wunsch oder bei komple­xeren Befunden führen wir die Behandlung auch in intra­ve­nöser Sedierung oder Voll­nar­kose in Zusammen­arbeit mit erfah­renen Anäs­the­sisten durch.

Individuelle Konzepte für Zahnerhalt und Gewebeschutz

Je nach Ausgangs­be­fund kommen unter­schied­liche Ansätze zum Einsatz. Mit mikro­chir­ur­gi­schen Techniken kann das Zahn­fleisch verdickt oder verbrei­tert werden, um seine Schutz­funk­tion wieder aufzu­bauen. Liegt bereits ein sicht­barer Zahn­fleisch­rück­gang vor, kann durch eine Rezessions­deckung die Zahn­wurzel wieder bedeckt und das Gewebe ästhe­tisch wie funk­tio­nell verbes­sert werden. Bei fort­ge­schrit­tener Parodon­titis, die bereits zu Knochen­abbau geführt hat, sind oft weiter­ge­hende Maßnahmen erfor­der­lich. In solchen Fällen stabi­li­sieren wir den Zahn­hal­te­ap­parat im Rahmen der chir­ur­gi­schen Parodon­tal­the­rapie durch offene Küret­tagen, rege­ne­ra­tive Verfahren oder gezielten Knochen­aufbau.

Was ist Parodontal­chirurgie?

Gesundes Zahn­fleisch hält den Zahn nicht nur fest – es schützt den Zahn­hal­te­ap­parat. Bei Parodon­titis entzünden sich diese Gewebe durch bakte­ri­elle Beläge; Zahn­fleisch­ta­schen, ‑rückgang und Knochen­abbau können die Folge sein. Wenn eine nicht­chir­ur­gi­sche Behandlung die Entzün­dung nicht ausrei­chend kontrol­liert, macht die Parodontal­chirurgie die erkrankten Bereiche zugäng­lich. Je nach Befund kommen eine chirurgische Parodon­ti­ti­s­the­rapie, rege­ne­ra­tive Verfahren oder Zahn­fleisch­aufbau infrage.

Was ist die beste Behandlung bei Parodon­titis?

Bei Parodon­titis gibt es keine Behandlung nach Schablone. Entschei­dend sind Entzün­dungs­grad, Taschen­tiefen, Knochen­ver­lust, Zahn­lo­cke­rungen und persön­liche Risi­ko­fak­toren. In der Regel beginnt die Therapie mit der Entfer­nung bakte­ri­eller Beläge und einer Kontrolle des Behand­lungs­er­geb­nisses. Verbleiben tiefe Taschen oder Knochen­de­fekte, kann eine chirurgische Parodon­ti­ti­s­the­rapie angezeigt sein. Die lang­fris­tige Stabi­lität hängt wesent­lich von der Nachsorge ab.

Wie viele Sitzungen braucht man für eine Parodon­to­se­be­hand­lung?

Eine Parodon­ti­tis­be­hand­lung – vielen auch unter dem Begriff Parodon­to­se­be­hand­lung bekannt – verteilt sich häufig über mehrere Behand­lungs­schritte: Befund­auf­nahme, Entfer­nung bakte­ri­eller Beläge, Kontrollen und, falls erfor­der­lich, chirurgische oder rege­ne­ra­tive Maßnahmen. Wie viele Sitzungen notwendig sind, hängt unter anderem von der Zahl der betrof­fenen Zähne, der Tiefe der Zahn­fleisch­ta­schen und dem Schwe­re­grad der Erkran­kung ab. Auch die unter­stüt­zende Parodon­ti­ti­s­the­rapie gehört zum Behand­lungs­kon­zept. Der indi­vi­du­elle Ablauf wird vorab gemeinsam geplant.

Was kostet eine komplette Parodon­to­se­be­hand­lung?

Eine voll­stän­dige Parodon­to­se­be­hand­lung lässt sich nicht seriös mit einem einheit­li­chen Betrag beziffern. Der Kosten­rahmen hängt vom Schwe­re­grad, der Zahl der betrof­fenen Zähne, der Diagnostik, den erfor­der­li­chen Terminen sowie möglichen chir­ur­gi­schen oder rege­ne­ra­tiven Verfahren ab. Bei IMPLA·VIO wird der Befund zunächst sorg­fältig erhoben. Danach erläutern Dr. Esther Kluk & Kollegen die einzelnen Schritte und die zu erwar­tenden Kosten trans­pa­rent. Ob die gesetz­liche Kran­ken­kasse die Behandlung übernimmt, hängt vom Befund und den geplanten Maßnahmen ab. Über zusätz­liche chirurgische oder rege­ne­ra­tive Schritte infor­mieren wir Sie stets vorab.

Was ist eine Lappen-OP bei Parodon­titis?

Manchmal liegen die entzünd­li­chen Verän­de­rungen dort, wo Instru­mente allein nicht ausrei­chend einsehen und behandeln können. Bei einer Lappen-OP wird das Zahn­fleisch deshalb vorsichtig gelöst und vorüber­ge­hend zur Seite gelegt. So werden tiefe Zahn- und Knochen­be­reiche zugäng­lich, Abla­ge­rungen können entfernt und Knochen­de­fekte gezielt behandelt werden. Die Lappen-OP ist kein routi­ne­mä­ßiger Eingriff, sondern Teil einer chir­ur­gi­schen Parodon­ti­ti­s­the­rapie, wenn der Befund ihn recht­fer­tigt – IMPLA·VIO berät Sie gerne.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Lappen­plastik?

Nach einer Lappen­plastik muss das Zahn­fleisch nicht einfach nur „wieder zuheilen“. Es soll sich möglichst dicht an den Zahn anlegen und die behan­delten Bereiche stabil umschließen. Die erste Wund­hei­lung erfolgt in den folgenden Wochen – bis das Gewebe voll­ständig gefestigt ist, vergeht meist mehr Zeit. Einfluss haben der Umfang des Eingriffs, die indi­vi­du­elle Heilung, Mund­pflege und Risi­ko­fak­toren. Kontrollen begleiten diesen Prozess – Dr. Esther Kluk & Kollegen kontrol­lieren die Entwick­lung und passen die Nachsorge bei Bedarf an.

Wie kann ich Zahn­fleisch wieder aufbauen?

Zahn­fleisch, das sich zurück­ge­bildet hat, wächst durch besonders gründ­liche Pflege meist nicht von selbst nach. Ob ein Zahn­fleisch­aufbau möglich und sinnvoll ist, hängt von der Ursache, dem Ausmaß der Rezession, der Entzün­dungs­si­tua­tion und dem vorhan­denen befes­tigten Zahn­fleisch ab. Je nach Befund kommen im Rahmen der Parodontal­chirurgie bei IMPLA·VIO eine Rezessions­deckung, ein Binde­ge­webs­trans­plantat oder Verfahren des Weich­ge­webs­ma­nage­ments infrage. Am Anfang steht deshalb die genaue Befund­klä­rung.

Wie viel kostet eine Zahn­fleisch­trans­plan­ta­tion?

Eine Zahn­fleisch­trans­plan­ta­tion ist kein einheit­li­cher Eingriff. Die Kosten richten sich danach, wie viele Zähne betroffen sind, wie weit sich das Zahn­fleisch zurück­ge­bildet hat, welches Gewebe benötigt wird und welche Opera­ti­ons­technik geeignet ist. Auch Entzün­dungen können den Umfang beein­flussen. Nach der Unter­su­chung klären Dr. Esther Kluk & Kollegen, ob eine Rezessions­deckung oder ein anderes Weich­gewebs­management sinnvoll ist und welcher Kosten­rahmen entsteht. Wichtig ist uns dabei eine trans­pa­rente Beratung: Eine Kosten­über­nahme durch die private Kran­ken­ver­si­che­rung ist nicht auto­ma­tisch gegeben. Sie richtet sich nach der medi­zi­ni­schen Indi­ka­tion, dem gewählten Verfahren und dem jewei­ligen Versi­che­rungs­ver­trag. Den voraus­sicht­li­chen Eigen­an­teil bespre­chen wir gerne mit Ihnen.

Weichgewebs­management

Zur Gesund­erhal­tung von Zähnen und Zahn­hal­te­ap­parat spielt das Weich­gewebe eine zentrale Rolle. Das Weich­gewebe im Mund umfasst alle weichen Struk­turen, die Zähne, Kiefer und Mundhöhle umgeben – darunter die beweg­liche Mund­schleim­haut mit dem fest anlie­genden Zahn­fleisch.

Rezessions­deckung

Im Laufe der Zeit kann das Zahn­fleisch zurück­wei­chen. Bei diesem auch als Rezession bezeich­neten Prozess ist meist der Zahnhals frei­ge­legt, was den Zahn empfind­lich gegenüber Reizen macht.